Aktuelles vom Heimatverein Hörde

 
Im Hörder Heimatuseum: Der virtuelle Rundgang
 


Tag des offenen Denkmals


11. September 2022



KulturSpur – ein Fall für den Denkmalschutz



Der Heimatverein Hörde beteiligte sich mit einem reichhaltigen Programm am Denkmaltag. Im Fokus standen die Hörder Burg, der Westflügel und das Heimatmuseum.

Foto: Willi Garth

Drei baugeschichtliche Führungen in der Burg zum Thema „Sanierung unter Denkmalschutzauflagen“ mit Willi Garth (Ehrenvorsitzender) und Heike Regener (1.Vorsitzende) vom Hörder Heimatverein sowie Martin Kucin, Dipl.-Ing. (FH) Architektur, Mitarbeiter bei Schamp & Schmalöer, zeigten auf eindrucksvolle Weise, wie trotz der vielen Umbauten, Erweiterungen und Änderungen in der Nutzung eine Sanierung unter Denkmalschutzauflagen Altes bewahren und Neues schaffen kann. Die 75 Teilnehmer waren begeistert.


Neben dem großen Interesse bei den Burgführungen zog besonders der Videofilm über die Rekonstruktion des Westflügels „100 Jahre Vorburg“ die Gäste in den Bann. Die Vorburg wurde als Verwaltungssitz der Phönix AG geplant. Diese zog mit der Hauptverwaltung allerdings entgegen aller Planungen nach Düsseldorf. Als die Vorburg 1922 fertiggestellt wurde, fehlte an der rechten Seite noch ein Teil des Gebäudes. Dort stand nämlich noch eine ehemalige Schule, die man nicht sofort abbrechen wollte. Im 2. Weltkrieg wurde die Vorburg teilweise zerstört und leider nicht wieder so aufgebaut. Auch der fehlende Anbau wurde nie errichtet. Der Mediengestalter Markus Meeder hat für den Heimatverein Hörde ein Video produziert, das die schlossähnliche Vorburg zeigt, wie sie ursprünglich geplant war. Das Video wurde auf einem großen Bildschirm im Hörder Heimatmuseum gezeigt.


Foto: Markus Meeder

Das Video kann während der Museumsöffung oder bei youtube angesehen werden.

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Seit 20 Jahren besteht das Hörder Heimatmuseum. Die Räume befinden sich in der Vorburg. Gezeigt werden viele Exponate aus der frühgeschichtlichen Zeit Hördes bis hinein in die Gegenwart.
Der Denkmaltag war sehr gut besucht. Insgesamt nutzten ca. 300 Personen die Gelegenheit, Hörder Geschichte hautnah zu erleben.


Foto: Heike Regener

Highlight des Tages waren die angebotenen Kutschfahrten zwischen Phönixsee und Phönix West. Sie fanden regen Anklang und die Gäste haben es genossen, Hörde einmal aus einer anderen Perspektive und mit nur zwei PS (Pferdestärken) zu erleben.



Hörder Heimatverein setzt auf Kontinuität

28 Jahre Mitglied, 24 Jahre im Vorstand, davon 15 Jahre als 1.Vorsitzender: Niemand hat den Hörder Heimatverein so geprägt wie Willi Garth. Die Thomasbirne, die Brammen, das Bodendenkmal, die Wiederentdeckung des Hörder Komponisten Wilsing, das Heimatmuseum und vieles mehr tragen seine Handschrift. Ausgezeichnet „in Anerkennung der um Volk und Staat erworbenen besonderen Verdienste“ mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und für seine Hörder Verdienste mit dem Konrad Ring setzt sich der Heimatforscher seit Jahrzehnten für sein Hörde unermüdlich, engagiert, kenntnisreich und anpackend ein. „Als ich 80 Jahre alt wurde“ so Willi Garth, „habe ich begonnen, mir Gedanken über meine Nachfolge zu machen. Jetzt mit 84 Jahren freue ich mich, dass wir für den Verein mit Heike Regener die passende Kandidatin gefunden haben, die in der Mitgliederversammlung im Juni 2022 einstimmig gewählt wurde.“ Regener ist seit Jahren Vereinsmitglied. „Ich habe meine Heimatverbundenheit zum Beruf gemacht” so die Gründerin von meineHeimat.ruhr, dem größten Stadtführungsunternehmen in Dortmund. Sie bietet mit ihrem Team Führungen in und um Dortmund und vor allem auch in Hörde an, darunter die besonders beliebten Touren auf dem Hörder Skywalk, Spaziergänge am Phoenix See und Radtouren entlang der Emscher. „Ich freue mich über das Vertrauen, dass mir entgegengebracht wird“, kommentiert Regener ihre Wahl „und ich bin dankbar, dass Willi Garth uns noch als Ehrenvorsitzender weiterhin unterstützen wird. „Gerne, so Regener weiter, „stelle ich mit dem bewährten Team mit Bernhard Finkeldei als zweitem Vorsitzenden, Helmut Broich als Geschäftsführer, Maximilian Stock als Schätzmeister, den Kassenprüfer*innen Helmut Hahn, Jutta May und Stephanie Pieczka sowie Wolf-Dietrich Köster als Mitglied des Ehrenrates und unseren Mitgliedern der Herausforderung, Willi Garth nachzufolgen. Der Hörder Heimatverein und seine Mitglieder sind und bleiben eine feste und verlässliche Instanz in Hörde und für Dortmund.“







vlnr: Bernhard Finkeldei (1. stellv. Vorsitzender), Willi Garth (Ehrenvorsitzender), Heike Regener (Vorsitzende), Helmut Broich (2. stellv. Vorsitzender), Maximilian Stock (Schatzmeister)

Foto: Markus Steur



 


An der "Burgbrücke" präsentierte der Hörder Heimatverein sein Museum und ermöglichte so den Besuchern des Brückenfestes, die Hörder Geschichte vom Mittelalter bis zur Neuzeit kennenzulernen. Zahlreiche Ausstellungsstücke geben einen Einblick in die Wirtschaftszweige Kohle, Stahl und Bier, die einst das Gebiet um die Hörder Burg und den Phönixsee prägten und vielen Menschen Arbeit gegeben haben.
Einige Besucher haben das Museum auch nur entdeckt, weil es bei uns einen der begehrten zwölf Brückenstempel für das Gewinnspiel gab und werden an einem regulären Öffnungstag (1. Donnerstag im Monat von 15.00 - 18.00 Uhr) wieder kommen.

Für Kinder hatte der Heimatverein eine besondere Attraktion. Unter Anleitung und Mithilfe von Andreas Brücher konnten sie ein Armband aus Kupfer schmieden und lernten so eine alte Handwerkstechnik kennen. Nach dem Einschlagen des Namens wurde das Armband noch passend am Amboß gebogen und konnte dann zur Freude der Kinder gleich am Arm getragen werden.


Foto: Andrea Brücher