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Fotomontage: Markus Meeder

Das Ende der Tull-Villa

Am 9. April begannen in Hörde die Abrissarbeiten an der Tull-Villa

Am 9. April begannen in Hörde die Abrissarbeiten an der Tull-Villa – einem der letzten Gebäude, das noch unmittelbar an die über 160jährige Stahlgeschichte des Hörder Hüttenwerkes erinnerte.

Der Heimatverein Hörde hat dies zum Anlass genommen, in seiner Podcast-Reihe „Zwischen Himmel und Hörde“ eine Dokumentation über die Geschichte dieses besonderen Hauses auf dem ehemaligen Werksgelände zu erstellen.

Es ist 1893, als auf dem Gelände des Hoerder Bergwerks- und Hüttenvereins eine Direktoren-Villa erbaut wird. Zu dieser Zeit wird das Unternehmen von Mathias Tull als Generaldirektor geleitet. Mathias Tull bewohnt selbst eine Villa an der Straße, die später nach ihm „Tullstraße“ heißen wird. In die Villa auf dem Werksgelände soll sein Sohn Ludwig Tull, - Direktor des Hörder Hüttenwerkes – einziehen. Er lebt dort im Schatten der Hörder Burg mit seiner Familie über viele Jahre in einer großen Villa, die von einem Park umgeben ist, dicht neben den Werkshallen des immer weiter expandierenden Stahlwerkes.

Später, als das Haus nicht mehr bewohnt wurde, diente es nach einem Umbau als Verwaltungsgebäude für das Stahlwerk bis zu dessen Stilllegung im Jahr 2001. Bis auf die Burg, das Magazin-Gebäude und die Tull-Villa verschwanden alle Bauwerke des einst bedeutenden Stahlwerkes. Wo einst Stahl gekocht und weiterverarbeitet wurde, entstand ein urbaner See mit einer Randbebauung durch Wohnhäuser und Bürogebäude.

Die Tull-Villa stand plötzlich als Fremdkörper, als Erinnerungsort, als Problem inmitten des neuen Stadtquartiers. Es gab verschiedene Ideen zur weiteren Nutzung. Der Heimatverein Hörde kämpfte jahrelang vergeblich um Denkmalschutz und Erhalt. Die Pläne, dort durch einen Anbau ein Orchesterzentrum zu schaffen, zerstörten viel der Bausubstanz, scheiterten letztlich und so verfiel die Villa hinter Bauzäunen, wurde zum Schandfleck, zur Ruine in bester Lage. Viele Hörder bedauern das.

Der Podcast ist auf dem youtube-Kanal des Heimatvereins Hörde zu sehen.

Stadtheimatpflege 31.05.2026

Ruhr-Nachrichten 30.05.2026

Abschied von der Tull-Villa – ein Stück Hörder Geschichte verschwindet

Tull Villa Foto: Marvin Hoffmann
Tull-Villa Foto: Marvin Hoffmann

Über Jahrzehnte gehörte sie zum Bild von Hörde: die alte Tull-Villa am Phoenix See. Zwischen moderner Architektur, Spazierwegen und neu entstandenen Wohn- und Gewerbegebäuden erinnerte das historische Haus an eine Zeit, in der in Hörde noch Hochöfen und der Stahl das Leben geprägt haben.
Nun ist der Abriss der Tull-Villa fast abgeschlossen. Wo einst eines der markantesten Gebäude des alten Hörde stand, bleiben bald nur noch Erinnerungen und historische Fotografien zurück.
Der Heimatverein Hörde hat in seiner Podcast-Reihe „Zwischen Himmel und Hörde“ eine Dokumentation zu diesem Bauwerk erstellt.

Tull Villa Foto: Archiv Garth
Tull Villa Foto: Archiv Garth

Einst war die Villa ein prachtvoller Industriellensitz. Hier residierte der Direktor des Hörder Hüttenwerks, Ludwig Tull. 1893 wurde die Villa Tull im klassizistischen Stil erbaut, dann lebten Tull und seine Familie darin. Feiner Stuck und imposante Erker schmückten die Villa damals.
Direkt neben der Hörder Burg gelegen, zählte das Gebäude zu den letzten sichtbaren Zeugen der alten Industriegeschichte von Phoenix-Ost.
Viele Hörder verbinden persönliche Erinnerungen mit der Villa. Für die einen war sie ein geheimnisvoller „Lost Place“, für andere ein wichtiges Stück Heimatgeschichte.
Trotz ihres historischen Wertes und einer am Ende doch misslungenen baulichen Aufwertung verfiel das Gebäude über viele Jahre hinweg zunehmend. Immer wieder gab es Ideen für eine Rettung oder neue Nutzung – von Gastronomie bis zum Kulturprojekt. Doch letztlich scheiterten alle Pläne an den hohen Kosten und dem schlechten Zustand des Hauses.
Mit dem Verschwinden der Villa endet auch ein weiteres Kapitel der Hörder Industriegeschichte. Gerade am Phoenix See wird sichtbar, wie stark sich der Stadtteil verändert hat: Aus dem ehemaligen Stahlstandort ist ein modernes Wohn-, Freizeit- und Dienstleistungsangebot mit vielen Arbeitsplätzen geworden. Die Tull-Villa war dabei eines der letzten Gebäude, das noch direkt an die alte Zeit erinnerte.
Viele Menschen in Hörde sehen den Abriss mit Wehmut. Denn auch wenn das Gebäude zuletzt stark verfallen war, hatte es bis zuletzt einen gewissen Charakter – und erzählte von der Vergangenheit eines Stadtteils, der sich in den vergangenen Jahrzehnten komplett neu erfunden hat.

Hörder Forum 15.05.2026

 

 

Ruhr-Nachrichten,22.05.2026

 

Ruhr-Nachrichten, 13.05.2026

 

Heimatverein Hörde erhielt ein weiteres Bild von Lutz Dittberner

Museumsöffnung am 17. Mai

Wir in Hörde, 11.05.2026

Ruhr-Nachrichten 06.05.2026

Ruhr-Nachrichten 14.04.2026

Heimatmuseum erhält Originalgemälde von Lutz Dittberner

Bernhard Finkeldei, 1. stv. Vorsitzender des Heimatvereins Hörde, nahm ein Gemälde des Hörder Malers Lutz Dittberner zusammen mit einem Bildband als Schenkung entgegen. Foto: Raimund Schroeder
Bernhard Finkeldei, 1. stv. Vorsitzender des Heimatvereins Hörde, nahm ein Gemälde des Hörder Malers Lutz Dittberner zusammen mit einem Bildband als Schenkung entgegen. Foto: Raimund Schroeder

Lutz Dittberner wurde 1899 in Hörde geboren. Nach seiner Schulbildung wurde er zunächst kaufmännischer Angestellter und nahm als Soldat am 1. Weltkrieg teil. Danach arbeitete er als Bergmann. In den 1920er-Jahren belegte er Fernkurse an der Mal- und Zeichenschule in Berlin-Dahlem und begann nebenberuflich zu zeichnen und zu malen. 1926 kündigte er seine Anstellung beim Hörder Hüttenwerk, um sich ganz der Malerei zu widmen. Dittberner gewann bald Anerkennung als Künstler, fand Freunde in der Künstlergemeinschaft „Junge Front“, die sich als kämpferische Avantgarde verstand. Auf Studienreisen durch zahlreiche europäische und außereuropäische Länder vervollkommnete er sein Können. Besonders in Schweden veranstaltete er eigene Ausstellungen. 1950 eröffnete Dittberner in seinem Lücklemberger Haus eine Gaststätte „Die Tube“, die zum Treffpunkt internationaler Kunstliebhaber wurde.

Später richtete Dittberner dort eine Galerie ein, in der er vorzugsweise Werke junger, noch unbekannter Künstler, darunter auch Kinder und malender Frauen, präsentierte.
Das dem Heimatverein von einem ehemaligen Hörder Geschäftsmann geschenkte Bild zeigt ein Teilstück der Goldstraße (heutige Brauerstraße).
In dem 1961 erschienenen Bildband sind zahlreiche Reproduktionen Dittberners zu sehen. Mit Kohlestift und Tuschefeder hat er Kirchen, Schlösser, Bauernhöfe, Zechen, Brauereien, Industrieanlagen, kurz all das festgehalten, was für seine Heimatstadt Dortmund typisch war. 1981 verstarb Dittberner. In einem Nachruf wurde er von einer Tageszeitung als „Chronist mit dem Zeichenstift“ gewürdigt.
Der Heimatverein zeigt das Bild erstmals am Sonntag, 19. April 2026.bei der Öffnung des Hörder Heimatmuseums im Westflügel der Hörder Burg, Hörder Burgstraße 18.
Das Museum ist geöffnet von 11.00-13.00 Uhr. Um 11.30 Uhr wird eine ca. 1-stündige Führung angeboten.
Eintritt und Führung sind kostenfrei.
Weitere Infos über den Heimatverein Hörde finden Sie unter www.heimatverein-hoerde.de

Hörder Forum, 13.04.2026

 

Neuer Podcast des Hörder Heimatvereins: Die Hohensyburg – einst das Ausflugsziel der Hörder

 

In der neuen Podcast-Folge der Reihe „Zwischen Himmel und Hörde“ geht es um das beliebte Ausflugsziel der Hörder. Zu Fuß ging es sonntags mit der ganzen Familie hinauf nach Syburg, einem geschichtsträchtigen Ort.

Hoch über dem Ruhrtal erzählt die Hohensyburg Geschichte – und zwar im großen Stil. Vom ehrwürdigen Vincke-Turm über das umkämpfte Kaiser-Wilhelm-Denkmal bis hin zu kühnen Anekdoten über Verhaftungen, Kirmes-Skandale und kaiserlichen Besuch. Willi Garth nimmt die Podcast-Zuschauenden/-Hörenden  mit auf eine Zeitreise durch Macht, Mythos und markante Momente. Dabei erfährt man, warum ein Aussichtsturm zum Symbol westfälischer Erneuerung wurde, wie aus einem Prachtdenkmal eine „ATA-Dose“ entstand und weshalb eine Marmortafel vom Denkmal als Altarplatte in einer Kirche diente. Und natürlich: wie 50.000 Menschen 1909 den Kaiser auf der Syburg empfingen.

Der Podcast ist auf dem youtube-Kanal des Heimatvereins Hörde (https://www.youtube.com/@Heimatverein_Hoerde) zu sehen.

Weitere Infos über den Heimatverein Hörde finden Sie unter www.heimatverein-hoerde.de

Wir in Hörde  06.04.2026

Ruhr-Nachrichten  02.04.2026

 

Heimatgeschichte zum Anfassen: Einblick in die Vergangenheit und bedrohte Bauwerke der Stadt

Wir in Hörde  01.04.2026

 
Ruhr-Nachrichten 01.04.2026

Gefährdete Kirchen in Hörde

Bernhard Finkeldei (l.) und Raimund Schroeder stellen die neuen Broschüren zu den Kirchen St. Georg und Herz-Jesu vor. Foto: Heimatverein
Bernhard Finkeldei (l.) und Raimund Schroeder stellen die neuen Broschüren zu den Kirchen St. Georg und Herz-Jesu vor. Foto: Heimatverein

Zwei interessante Broschüren mit dem Titel „Gegen das Vergessen – Gefährdete Dortmunder Kirchen“ zu den Kirchen St. Georg und Herz-Jesu in Hörde sind erschienen. Beide Kirchen sollen aufgegeben und einem anderen Zweck zugeführt werden. Brigitte Spieker hat bedeutende Fakten zu den Gebäuden recherchiert und textlich festgehalten. Rolf-Jürgen Spieker hat in zahlreichen brillanten Fotos alles festgehalten.

Der Heimatverein betont: „Beide Broschüren sind eine schöne Erinnerung für alle Hörder, die diese Kirchen als Heimat hatten und eine wertvolle Dokumentation für die Nachwelt.“ Die Broschüren im Format DIN A4 sind für 7,90 Euro im Heimatmuseum erhältlich.

Der Heimatverein bittet die während der Sommerzeit geänderte Öffnungszeit zu beachten.

Weitere Infos über den Heimatverein Hörde finden Sie unter www.heimatverein-hoerde.de

 
Hörder Forum 25.03.2026

 
Ruhr-Nachrichten 12.3.2026

 
Wir in Hörde - März 2026

Ruhr-Nachrichten 10.2.2026

 

Neuer Podcast des Hörder Heimatvereins: Wenn Steine Geschichten erzählen

Wir in Hörde, 07.02.2026

 

Neue Podcastfolge: Wenn Steine Geschichten erzählen

Foto: Besim Mazihipi
Foto: Besim Mazhiqi

Heimatforscher wie Willi Garth sind immer fasziniert, wenn es ihnen gelingt, Steine zum Reden zu bringen. In der neuen Folge der Podcastreihe „Zwischen Himmel und Hörde“ beschäftigt er sich mit Wappensteinen und Grabplatten aus dem ehemaligen Kloster Clarenberg, die heute an einem Denkmal vor und als Original in der Stiftskirche hängen und von vergessenen Adelsfamilien künden.
Er berichtet von der Entdeckung bei Bauarbeiten, als in den 1930er Jahren Putzschichten am Klostergebäude abgetragen wurden und alte Sandsteinreliefs zum Vorschein kamen.

Als das Abteigebäude 1966 abgerissen wurde, ließ die Volksbank die Wappensteine und eine weitere Platte in ein Betondenkmal einfassen, das vor der Stiftskirche aufgestellt wurde und im Laufe der Jahre von den Autoabgasen stark beschädigt wurde. Dank des Engagements des Hörder Heimatvereins wurden die Steine professionell konserviert, Duplikate an der Straße platziert und die Originale 1998 in die schützende Stiftskirche überführt. Dort sind sie am Nordportal neben dem Grabdenkmal des Dietrich von der Mark angebracht.
Neben diesen „steinernen“ Geschichten wird in dem Podcast von ungewöhnlichen Geschehnissen auf dem Kath. Friedhof am Ölpfad berichtet. Willi Garth erzählt wie dort 1999 Dreharbeiten zum ZDF-Film „Der Schnapper“ mit dem Schauspieler Horst Krause stattfanden.
Der Podcast ist auf dem youtube-Kanal des Heimatvereins Hörde zu sehen.
Weitere Infos über den Heimatverein Hörde finden Sie unter www.heimatverein-hoerde.de

Hörder Forum, 04.02.2026

 
Ruhr-Nachrichten, 05.02.2026

 

Ruhr-Nachrichten, 03.02.2026

Ruhr-Nachrichten, 13.01.2026

Hörder Brautradition in neuem Licht

Heimatmuseum eröffnet eine neugestaltete Abteilung mit historischen Exponaten

Wir in Hörde, 13.01.2026

 

Hörder Heimatverein lädt noch einmal ins weihnachtliche Museum ein

Die Hl. Drei Könige in der Krippe der Hl. Geist-Kirche in Wellinghofen (Foto: Rolf-Jürgen Spieker)

Das Hörder Heimatmuseum im Westflügel der Hörder Burg, Hörder Burgstr. 18, lädt am Donnerstag, 08. Januar 2026 von 15.00 – 17.00 Uhr zu einem Besuch der Ausstellung ein.

Im festlich geschmückten Museum wird die Entwicklung Hördes vom Mittelalter bis zur Neuzeit gezeigt.

In einer Sonderausstellung werden Fotografien von Rolf-Jürgen Spieker gezeigt. Er hat Weihnachtskrippen aus Hörde, Berghofen, Benninghofen, Wellinghofen und vom Höchsten fotografiert. „Auf den Fotos sieht man Details, die man als Betrachter der Krippen in den Kirchen so gar nicht wahrnimmt“, sagte Klaus-Dieter Menne beim Besuch der Ausstellung. Erinnerungen an frühere Weihnachtsfeste kamen bei den Besuchenden auf, als ein Besucher spontan auf einem Tischharmonium aus dem Jahr 1958 „Alle Jahre wieder“ spielte. Gezeigt werden auch eine Akkord-Zither und ein Symphonium aus der Zeit um 1900.

„Wer noch einmal ein wenig weihnachtliche Stimmung schnuppern möchte, der ist herzlich eingeladen“, so Raimund Schroeder, der die Ausstellung vorbereitet hat. Der Heimatverein Hörde freut sich mit den Besuchenden bei einer Tasse Kaffee und weihnachtlichem Gebäck ins Gespräch zu kommen.

Liebhaber finden in der Fundgrube wieder überzählige Bücher und Gegenstände, die gegen eine kleine Spende abgegeben werden.

Weitere Infos über den Heimatverein Hörde finden Sie unter www.heimatverein-hoerde.de

Wir in Hörde, 07.01.2026

 
Ruhr-Nachrichten, 07.01.2026

 

Ruhr-Nachrichten, 20.12.2025