Presse-Archiv 2013

 

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Ruhr-Nachrichten vom 11. September 2013

 
Ruhr-Nachrichten vom 6. September 2013

 
Ruhr-Nachrichten vom 4. September 2013

 
Ruhr-Nachrichten vom 15. August 2013

 
Ruhr-Nachrichten vom 1. August 2013

 
Ruhr-Nachrichten online vom 16.7.2013

Verein für Heimatpflege
Neuer Standort für zwei Brammen gewünscht
HÖRDE. Da liegen sie nun im Gras vor dem alten Magazingebäude. Mächtige Teile, doch kaum jemand nimmt Notiz von den beiden Stahlbrammen. Dabei hätten es die zwei Riesen aus Stahl wahrlich verdient. Von Jörg Bauerfeld
Heimatforscher Willi Garth auf einer der beiden Brammen, die zurzeit vor dem alten Magazin an der Faßstraße ihre Heimat gefunden haben. (Foto: Jörg Bauerfeld)

Denn die beiden Brammen gehören zu den letzten, die im Jahr 2001 die Stranggussanlage verlassen haben, bevor das Oxygenstahlwerk in Hörde geschlossen wurde. Diese stählernen „Überreste“ der Hörder Stahlwerkgeschichte sollten, so die Meinung des Vereins zur Förderung der Heimatpflege, in dessen Besitz die Menge alter Stahl ist, besser zur Geltung kommen. „Es ist nicht mehr viel erhalten von der großen Stahlvergangenheit. Die Brammen sind mit die letzten Reste“, sagt Willi Garth, Vorsitzender des Heimatvereins. „Deshalb wäre es doch schön, die beiden Brammen etwas prominenter auszustellen.“ Ein Standort in See-Nähe, das wäre ganz nach dem Geschmack des Heimatforschers.

Der will aber auf keinen Fall das gute Verhältnis mit der Phoenix-See-Entwicklungsgesellschaft unter den Tisch kehren. Die ließ nämlich die hochwertige Info-Tafel anfertigen, die die Besucher über die Geschichte der beiden Stahl-Brammen informiert. "Die Zusammenarbeit mit der See-Gesellschaft ist sehr gut“, so Garth.
Nur seien auch deren Möglichkeiten begrenzt. „Die beiden Brammen dienten ja bis 2010 als Untergestell für die Thomasbirne, die dann auf die Kulturinsel umgezogen ist“, so Garth. Geplant war dann ursprünglich die beiden Brammen als eine Art Kunstwerk aufzustellen.

Erinnerungsstücke am recht abgelegenen Ort
Das scheiterte zunächst an den Finanzen. Auch die Platzfrage war nicht so leicht zu beantworten. Vor dem Magazin, in unmittelbarer Nähe zur Faßstraße, sind die beiden stählernen Erinnerungsstücke zu sehen. Ein wenig ab vom Schuss, am Rande des See-Gebietes, liegen sie jetzt. „Hier geht kaum jemand bewusst her, um die Brammen einmal zu bewundern“, sagt Garth.

Auch die Führungen des Heimatforschers führen eher selten zu diesem doch recht abgelegenen Ort. „Beim Tag des Denkmals, am 8. September, werde ich die Besucher einmal zu diesem Ort führen“, sagt Garth. Vielleicht findet sich ja ein Sponsor, der die Brammen in die Nähe des Seeufers setzt – als Abschluss einer großen Stahlvergangenheit.

Dortmunder Stadtmagazine "Wir in Hörde" Nr. 3 Juli/August 2013

 
Dortmunder Stadtmagazine Wir in Hörde Nr. 3 Juli August 2013

 
Ruhr-Nachrichten vom 8. Juni 2013

 
Ruhr-Nachrichten vom 9. Mai 2013

 
Fachsimpeln im alten Hochofen

Offene Worte im Ofen: Heimatverein besucht das Phoenix-West-Gelände
HÖRDE Mit alten Hasen auf neuen Pfaden. 20 Hörder machten sich auf Einladung des Heimatvereins ein aktuelles Bild von Phoenix-West. Dabei begingen sie Wege, die vor ihnen noch nie jemand gegangen ist. Im Hochofen, auf dem Hochofen und um ihn herum – hier ist vieles in Bewegung.Von Felix Guth

Die Heimatverein-Runde über das ehemalige Industriegelände zu begleiten, ist kurzweilig, ist unterhaltsam. Und vor allem ungemein lehrreich. Denn mit den heimat-historisch Interessierten durch die Hochofen-Anlage zu wandern, ist Geschichtsunterricht pur. Alle paar Meter neuer Lernstoff für die Generation, die das von Stahl geprägte Hörde kaum noch kennt.

Die "Erinnerungsmaschine"

Die ersten Schritte führen hinauf, auf den „Skywalk“. Der Weitblick auf Hörde schmeißt die Erinnerungsmaschine in den Köpfen der Teilnehmer an. Da vorne die Fläche des ehemaligen Freibades Schallacker („Da hab‘ ich mich auch immer abgelegt“), der staunende Blick auf die Deponie Hympendahl, die nun ein weiches, grünes Bett statt giftiger Schlacke-Hügel umgibt.

Franz Große-Kreul, Projektleiter von „NRW.Urban“ hält die Runde mit einer Quizfrage über die Anzahl der Brücken in Hörde bei Laune (Antwort: „Acht. Immer eine mehr als im Schlager“). Dann geht es auf Wege, auf denen bisher nur Bauarbeiter unterwegs waren.

"Erlebnispfad" durch den Hochofen

Große-Kreul zeigt dem Heimatverein einen neuen Teil des „Erlebnispfades“ durch die Hochofen-Anlage. Es ist alles etwas wacklig hier oben, manch eine Schraube wartet noch auf die letzte Umdrehung.

Doch dass man hier überhaupt umherlaufen kann, ist für die meisten denkwürdig genug. „Hier ist das Erz aus den Industriebahn-Waggons in die Bunker gekippt worden“, sagt ein Mann und zeigt auf ein tiefes schwarzes Loch unter Gittern. Blickt man wieder auf, kommt als erstes das moderne Dortmund ins Sichtfeld.

Geschichte trifft Zukunft

Hinter der symmetrischen Ordnung aus Straßen, Geschäftsgebäuden und alter Industrie erheben sich Hörder Hochhäuser, dazwischen Baukräne oder die gelben Pylone des Signal Iduna Parks. Der Besuch in der Geschichte ist auch ein Besuch in der Zukunft. Deshalb muss Franz Große-Kreul detailliert Auskunft darüber geben, wie weit die Vermarktung der Gebäude ist und wer hier einziehen soll.

Nicht, ohne auch skeptische Blicke zu ernten, wenn er von der komplett privatwirtschaftlichen Nutzung als Ziel spricht. „Die Leute muss man erstmal finden“, lautet ein häufiger Kommentar. Auf der Schlussetappe steht die Gruppe des Heimatvereins in einem der alten Öfen, dort, wo früher bei über 1000 Grad gekocht wurde. Heute strahlt hier die Sonne hinein und bringt ein paar Grad Wärme, die richtig gut tun.

Aktuell sind 25 Prozent der Gewerbefläche auf Phoenix-West vermarktet. Bauherr „NRW.Urban“

 
Ruhr-Nachrichten vom 6. März 2013

 
Ruhr-Nachrichten vom 9. Januar 2013

 
© Foto: WR/ K. Vahlensieck / WAZ/Westfälische Rundschau v. 10.9.2012
"Tag des offenen Denkmals" im Zeichen des Holzes

Am Tag des offenen Denkmals führte Willi Garth über den Skywalk des Hochofens auf Phoenix West in Dortmund-Hörde.

„Holz“ – knapp und bündig wurde das Motto am Tag des offenen Denkmals 2012 beschrieben. Es war das erste Mal, dass bei dieser landesweiten Veranstaltung ein Material in den Fokus gerückt wurde. Am Sonntag konnten auch in Dortmund mehr als 50 hölzerne Denkmäler besichtigt werden – und einige davon waren erstmals der Öffentlichkeit zugänglich. Ein besonders umfangreiches Angebot wurde in Hörde geboten.

Besser konnte es gar nicht sein: strahlende Sonne, gut gelaunte Besucher und ein tolles Programm – am Hörder Phoenix-See herrschte richtiges Sommerfeeling. Mit Urlaubsstimmung am Wasser, erfrischendem Eis und dann vielfältiger Kultur zum Bestaunen.
Dortmund lebte vom Stahl

An der Hörder Burg stellte das Museum zahlreiche alte Fundstücke aus der Gegend aus. Relikte aus der Geschichte und wichtige Gerätschaften dokumentierten die alte Zeit. Neben dem Thema Holz wurde aber auch die enorme Bedeutung, die die Stahlindustrie und das Unternehmen Hoesch für das Ruhrgebiet im Allgemeinen und auch für den Ballungsraum Dortmund hatten, hervorgehoben.

„Früher hat ganz Hörde von Hoesch gelebt“, begründet Silvia Becker, Mitarbeiterin des Museums, den zweiten Schwerpunkt. Nicht nur Gegenstände konnte man sich ansehen. Verkleidete Burgmänner und typischer „mittelalterlicher“ Rotwein sowie frisch gebackenes Brot rundeten das authentische Angebot ab. Zudem konnten Mitbringsel aus Hörde als Andenken mitgenommen werden. „Ich wusste gar nicht, dass Hörde so eine ausgeprägte Vergangenheit hat. Dabei wohne ich schon seit über 20 Jahren hier“, gesteht Ulrike Killing, Besucherin der Ausstellung. Um 12 Uhr sorgten dann die talentierten Nachwuchsmusiker des „Internationalen Konservatoriums am Phoenixsee“ unter der Leitung von Professor Alexander Ostrovski für musikalische Unterhaltung. Darüber hinaus wurden während des gesamten Tages Heribert Wölks Filme zu Hörder Themen gezeigt – ein Tag ganz im Zeichen des Heimatortes also. „Es gibt wirklich unheimlich viel Kultur hier“, sagt Sivia Becker begeistert.

Führung über den Skywalk auf Phoenix West

Höhepunkt war die Führung um 14 Uhr über den neuen Skywalk mit Willi Garth vom Hörder Heimatverein. Etwa zwei Stunden lang wanderten etwa 25 Teilnehmer entlang der Elias-Trasse und Emscher bis hin zur Hörder Burg und entdeckten Sehenswürdigkeiten.

Doch auch die anderen Ortschaften standen Hörde in nichts nach. Eröffnet wurde die Gesamt- Veranstaltung in der Holzturnhalle der ehemaligen Oberdorfschule, Kulturzentrum Balou. Um 11 Uhr stellten Stadtrat Martin Lürwer sowie Rudolf Preuss, Vorstandsvorsitzender des Vereins, das beeindruckende Denkmal vor. Das Streichtrio „Blue Velvet“ und eine turnerische Darbietung in historischer Sportbekleidung versetzten die Gäste in Stimmung. Somit war der Startschuss gegeben, sich aus Ausstellungen in Museen, historischen Kirchen, Straßenbahnen oder botanischen Gärten einen von vielen Denkmal-Orten anzusehen.

Mareike Fangmann